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  • Schulgeschichte

Zur Geschichte der Schule Burgdamm

Die erste Schule in Burgdamm wurde im Jahr 1862 gebaut.
Das ehemalige Schulgebäude steht heute noch an der Ecke zur Stader Landstraße und wurde bis 1976/ 77 immer wieder für den Schulbetrieb aufgrund hoher Schülerzahlen genutzt.
Im Jahr 1951 wurde der erste Trakt der neuen Schule an der Stargarder Straße mit
8 Klassen feierlich eingeweiht.
In der Ansprache des damaligen Bausenators hieß es:

„Möge dieses Gebäude, das als Friedenswerk erbaut ist, auch stets dem Frieden dienen. Möge in ihm eine Generation herangebildet werden, die ihre Arbeitskraft voll in den Dienst der Völkerverständigung und des Friedens stellt.“

Die Turnhalle (2. Bauabschnitt) wurde 1958 gebaut und in den Jahren 1962/ 63 der
3. Bauabschnitt mit dem Anbau zur Heinrich-Seekamp-Straße.
In dieser Form besteht die Schule heute noch.
Bis 1973 gingen alle Schülerinnen/ Schüler bis zur 9. Klasse in die Burgdammer Schule.
Ab 1973 wurden die 7. – 9. Klassen in die Schule Landskronastraße, später in das neu gebaute Schulzentrum Helsinkistraße verlegt.
In Burgdamm gab es nun die 6jährige Grundschule.
Zum Schuljahr 1977/ 78 wurde die Orientierungsstufe eingeführt.
Seitdem ist in Burgdamm eine 4jährige Grundschule (wie alle Grundschulen in Bremen).
Die Geschichte der Schule ist von Beginn an in einer Chronik dokumentiert.

Zum 150jährigen Jubiläum wurde eine Zusammenfassung dieser Unterlagen vorgenommen.
Gepflegt wurde an dieser Schule immer die soziale Gemeinschaft zwischen Schülerschaft, Eltern und Kollegium. Eine intensive und gute Elternarbeit war selbstverständlich.
Das soziale und kulturelle Leben wurde intensiv gestaltet.
Schulfeste, Basare, Sportfeste, Ausflüge, Klassenfahrten, kulturelle Aktivitäten wie Chor, Theater, Adventssingen, Weihnachts- und Faschingsfeiern, Flohmärkte, Projekte, die Zusammenarbeit mit anderen Institutionen und vieles mehr gehörten stets zum aktiven Schulleben in Burgdamm.

Die Grundschule Burgdamm auf dem Weg zur Inklusion

Durch die Einführung der 4jährigen Grundschule nahm die Schülerzahl in der Burgdammer Schule erheblich ab. Räume wurden frei.
So zog 1983/ 84 die Sonderschule für lernbehinderte Kinder aus der Hindenburgstraße in das Gebäude der Grundschule Burgdamm.
Nun begannen die ersten Schritte der Kooperation zwischen Sonder- und Grundschule.
Es wurden neue Integrationsformen entwickelt und erprobt.
Aus Anlass der räumlichen Zusammenlegung der Grund- und Sonderschule im Schulgebäude Burgdamm fand eine besondere Feier statt, zu der der damalige Bildungssenator H.- W. Franke kam.
Als Geschenk brachte er ein langes Tau mit:
Beide Schulen sollten künftig „an einem Strang“ ziehen.

1985/ 86
wurden der Sonderschule die Kleinklassen für entwicklungsgestörte Kinder angeschlossen.

1987/88
Mit Beginn dieses Schuljahres wurde die 1. Integrationsklasse eingerichtet.
Schülerinnen/ Schüler mit Lernbehinderungen und Entwicklungsstörungen wurden seitdem integrativ in den Grundschulklassen in Burgdamm beschult.

1988/89
fand die Einführung des Modellversuchs „Integration“ statt.
So fand nun die Weiterführung der integrativen Arbeit der Kindertagesstätte Heinrich-Seekamp-Straße in der Schule statt.
Es wurde in jedem Jahrgang eine „Integrationsklasse“ eingerichtet.
Lernbehinderte, entwicklungsgestörte, sprachbehinderte, geistig und schwer mehrfach behinderte Kinder wurden gemeinsam mit Grundschülern beschult.
Die Klassenstärke betrug 20 Kinder, davon waren drei oder vier Kinder behindert.
Eine Grund- und eine Sonderschullehrerin unterrichteten gemeinsam in diesen Klassen.
Ein Zivildienstleistender oder eine Erzieherin unterstützten sie dabei.
Die pädagogische Arbeit in diesen Klassen entwickelte sich sehr erfolgreich.
Die Kinder lernten voneinander. Sie bauten stabile Beziehungen auf, lernten, sich in ihrer Unterschiedlichkeit zu akzeptieren und Hilfestellungen zu geben.

Die Unterrichtsformen mussten verändert werden. Es wurden differenzierte Angebote erarbeitet und durchgeführt. Die Teamarbeit entwickelte sich.
Eine wissenschaftliche Begleitung, eine regelmäßige Supervision der Teamarbeit sowie Fortbildungs- und Qualifizierungsmaßnahmen der Lehrerinnen gehörten dazu.

Die Arbeit in den Integrationsklassen fand bundesweit eine große Anerkennung und Akzeptanz. Unsere Integrationsarbeit war beispielhaft in der BRD und auch im europäischen Umfeld.

Viele Kolleginnen/ Kollegen, Vertreter/ -innen sonderpädagogischer Verbände sowie aus Politik und Bildungsbehörden des Bundesgebietes und des europäischen Umfeldes besuchten die Grundschule Burgdamm und nahmen begeistert viele Impulse für „eine Schule für alle Kinder“ mit.
Dieser Modellversuch wurde im Jahr 2000 aufgrund von Sparmaßnahmen – trotz vieler bundesweiter Proteste – beendet.

1994/ 95
Die Sonderschule für lernbehinderte, entwicklungsgestörte und sprachbehinderte Kinder wurde abgeschafft.
Stattdessen entstand jetzt in der Region Burglesum das Förderzentrum (FÖZ) mit Verwaltungssitz in der Grundschule Burgdamm.
Es war für die Grundschulen in Burgdamm, Lesum, St. Magnus. Marßel, Grambke sowie für die Sekundarstufe I in Lesum und Marßel zuständig.

Die Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf (Lern-, Sprachbehinderung, Entwicklungsstörung) wurden Schülerinnen/ Schüler der Grundschulen und erhielten eine unterstützende Förderung von den Sonderschullehrerinnen und -lehrern des Förderzentrums.

2012
Im Rahmen der Weiterentwicklung der inklusiven Beschulung wurde das Förderzentrum zum 31.01.2012 geschlossen.
Seitdem gehören auch die Sonderschullehrer/ -innen zum Kollegium der Grundschule.
Zur Unterstützung der Schulen wurden die Zentren für unterstützende Pädagogik (ZuP) eingerichtet.
Die Grundschulen Burgdamm, Am Mönchshof und St. Magnus bilden zur Zeit einen ZuP-Verbund.